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Aktiv gemanagter Fonds vs. ETFs – was lohnt sich mehr? 

In Zeiten der Nullzinspolitik macht es weder auf einem Sparbuch noch auf einem Tagesgeldkonto noch Sinn, etwas zurückzulegen. Kein Wunder, dass ETFs und Aktienfonds immer mehr in den Fokus der Privatanleger rücken, die sich im Laufe der Zeit ein Vermögen aufbauen wollen. Allerdings stellt sich hier immer wieder die Frage, ob sich ETFs oder ein aktiv gemanagter Aktienfonds mehr lohnen.

Aktiv gemanagter Fonds vs. ETFs – was lohnt sich mehr? 
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Die Redaktion des Portals Brokervergleich.de hat in ihrem ETF-Sparplan Vergleich einmal durchgerechnet, wie groß der Unterschied in der effektiven Rendite zwischen aktiv gemanagten Fonds und ETFs ist. Dabei kommt sie für eine Einmalanlage von 10.000 EUR und fünf Prozent Kurszuwachs pro Jahr bei einem aktiv gemanagten Fonds mit 2,0 Prozent TER auf eine effektive Rendite von 2,76 Prozent. Mit einem ETF mit nur 0,5 Prozent TER schaffen es Anleger auf 4,17 Prozent effektive Rendite.

Wodurch entstehen die Kostenunterschiede?

Bei einem ETF, in der Langform „Exchange Traded Funds“, wird ein Index nachgebildet, sodass nicht aktiv entschieden werden muss, welche Unternehmen vertreten sind. So werden die Unternehmen aus dem DAX, dem deutschen Aktienindex, nachgebildet und kein Manager muss entscheiden, welche Aktien vertreten sind und welche nicht.

Die Entwicklung eines solchen ETFs bildet dann die Entwicklung des DAX nach, mit steigenden und fallenden Kursen. Bei einem Aktienfonds ist es aber nicht möglich, auf den Fondsmanager zu verzichten, der entscheiden muss, welche Aktien in welchen Anteilen enthalten sind. Ein aktiv gemanagter Fonds reagiert durch den Manager auf Marktveränderungen, auf schwankende Kurse oder auf Nachrichten, die zu beachten sind.

Natürlich muss ein solcher Fondsmanager bezahlt werden, wodurch höhere Kosten bei dem aktiv gemanagten Fonds im Vergleich zu einem ETF entstehen. Es gibt trotzdem günstige und teure Aktienfonds genau wie es Unterschiede bei den ETFs gibt.

Einen guten Hinweis auf die jährlichen Kosten bietet der TER, auch Total Expense Ratio genannt. Bei diesem Wert wird in einer Prozentzahl angegeben, wie hoch die jährlichen Kosten für den ETF oder Aktienfonds sind. Aufschläge für den Verkauf (oder für den Einkauf) sind nicht enthalten, jedoch sämtliche Verwaltungs- und Managingebühren.

Oftmals liegt der TER bei einem ETF bei weniger als 1 Prozent und bei einem Aktienfonds bei 1 bis 2,5 Prozent von der angelegten Summe. Die Kostenunterschiede lassen sich somit direkt auf die unterschiedliche Führung von aktiv gemanagten Fonds und ETFs zurückführen.

Da beide Anlageformen ansprechende Renditen einbringen können, wenn sich die Börsenkurse entsprechend entwickeln, lohnt sich die Anlage des Geldes in einem ETF tatsächlich. Vor allem, wenn das Geld über einen längeren Zeitraum hinweg angelegt wird und auf diese Weise Schwankungen der Kurse noch besser ausgeglichen werden können. Immer mehr Privatanleger entdecken daher, dass mit einem ETF eine hohe Rendite bei günstigen Gebühren erzielt werden kann.

Warum sich ein ETF Sparplan (fast) immer lohnt

Grundsätzlich besteht bei einem ETF genau wie bei einem aktiv gemanagten Fonds die Möglichkeit, eine Einmalanlage zu tätigen oder in einen Sparplan einzuzahlen. Besonders der Sparplan stellt eine beliebte, da flexible Möglichkeit dar, da hier monatlich, vierteljährlich oder in weiteren Intervallen auch niedrigere Beträge investiert werden können. Es besteht die Möglichkeit, in einen ETF zu investieren oder mehrere Titel auszuwählen, die über Jahre hinweg konstante Renditen aufgewiesen haben. Das wohl bekannteste Beispiel ist der MSCI World Index, der die Entwicklung von mehr als 1.600 Unternehmen in Industrieländern nachbildet.

Da bei einem ETF unterschiedliche Sparraten möglich sind, keine Ausgabenaufschläge anfallen und die Verwaltungskosten sehr gering ausfallen, sind diese langfristig immer im Vorteil gegenüber einem aktiv gemanagten Fonds.

Die Redaktion von Brokervergleich.de hat ausgerechnet, dass bei einem Sparplan mit einer monatlichen Summe von 100 Euro der Unterschied zwischen einem ETF und einem aktiv gemanagten Fonds enorm ausfällt. Nach 10 Jahren betragen die Kosten für den ETF bei einem TER von 0,5 Prozent tatsächlich nur 416,24 Euro und bei einem Fonds bei 2 Prozent Gebühren ganze 1.583,85 Euro.

ETFs, Aktienfonds und Aktien: Unterschiede für Anleger

Mittlerweile gelten vor allem ETFs als interessante Einstiegsvariante für Privatanleger, die sich nicht so intensiv mit der Börse, mit Nachrichten und der Finanzwelt beschäftigen wollen. Ein ETF bildet letztendlich einen Index nach und entwickelt sich passend zum zugrundeliegenden Index. Ein Aktienfonds vereint mehrere Aktien von Unternehmen, die von einem Fondsmanager ausgesucht werden.

Zu guter Letzt besteht auch noch die Möglichkeit, Einzelaktien von Unternehmen zu kaufen und auf diese Weise von Gewinnen zu profitieren. Wobei diese Variante die komplizierteste darstellt und es wichtig ist, sich Tipps zum Aktienkauf für Einsteiger zu holen, damit sich die Investition nicht als Reinfall herausstellt.

Der Kauf von Einzelaktien sollte somit möglichst nur dann durchgeführt werden, wenn das Wissen rund um die Investition vorhanden ist und das Risiko eingeschätzt werden kann. Ein ETF kann hingegen auch von Einsteigern als Anlagevariante genutzt werden.

Kosten für den Vermögensaufbau überwachen

Immer wieder fällt zudem auf, dass gerade in Deutschland die Anleger aufgrund der Kosten und der Entwicklung wenig zufrieden mit den Fonds sind, in die sie investieren. Vor allem deutsche Fonds können Frust auslösen und bestehen eher nicht gegen einen ETF, der auch aus Kostengründen heraus interessanter ist.

Foto Quelle: https://unsplash.com/photos/NDfqqq_7QWM

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