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Energie sparen im Haushalt: Lohnenswerte Veränderungen im Verbrauchsverhalten

Die Liste der Energiesparmaßnahmen im Haushalt ist lang. Vieles wird im Alltag aber dennoch nicht konsequent umgesetzt beziehungsweise es fehlt das Bewusstsein für das Sparpotenzial. Dieser Ratgeber verrät, welche Veränderungen im Umgang mit Strom und Heizenergie besonders lohnenswert sind.

Energie sparen im Haushalt: Lohnenswerte Veränderungen im Verbrauchsverhalten
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Strompreise prüfen

Damit sich sämtliche Maßnahmen zum Energiesparen auch auf der Stromrechnung bemerkbar machen, ist es ratsam die Strompreise regelmäßig zu vergleichen. Angesichts von mehr als 1.000 Stromanbietern gibt es reichlich Auswahl und der Preiskampf kommt Verbrauchern zugute. Viele haben jedoch Respekt vor einem Wechsel, weil sie fürchten, dass damit ein massiver Aufwand einhergeht. Doch das ist längst nicht mehr der Fall. Ein unverbindlicher Preisvergleich für Stromtarife seriöser Anbieter lässt sich heute auf kostenlosen Internetportalen komfortabel durchführen. Stellt sich heraus, dass es günstigere Stromanbieter gibt, kann der Wechsel direkt online durchgeführt werden. Preisbewusste Stromkunden sollten einmal pro Jahr einen Vergleich durchführen und gegebenenfalls wechseln. Im Idealfall wird so von attraktiven Neukundenrabatten profitiert.

Strom sparen beim Kochen und Backen

Beim Kochen verschwenden viele Haushalte unnötig Energie. Dies beginnt bereits bei der Nutzung falscher Kochgefäße. Oft landen zu kleine Töpfe oder Pfannen auf zu großen Herdplatten. Hierbei geht jede Menge Strom verloren. Für einen sparsamen Umgang sollten die Kochgefäße stets optimal auf die Herdplatten angepasst werden. Darüber hinaus ist es ratsam den Deckel zu schließen, um das Entweichen von Hitze zu vermeiden. Kleinere Mengen Kochwasser von bis zu fünf Liter sind mit dem Wasserkocher zu erhitzen. Dies spart nicht nur bis zu 50 Prozent Energie, sondern auch Zeit. Einzige Ausnahme: Der Induktionsherd. Er bringt Wasser in Sekunden zum Kochen. Da kann auch ein Wasserkocher nicht mithalten. Beim Backen von Pizza, Brot oder Gebäck lässt sich die Restwärme verwenden. Sie reicht aus, um wenige Minuten vor Backzeitende das gewünschte Ergebnis ohne Leistung zu erzielen. Auch auf das kostenintensive Vorheizen können Haushalte oft verzichten.

Tipps zur Beleuchtung

Das Ausleuchten der heimischen Räumlichkeiten macht einen großen Anteil auf der Stromrechnung aus. Insbesondere im Winter, wenn Tageslicht nur wenige Stunden pro Tag zur Verfügung steht, ist künstliches Licht unverzichtbar. Das derzeit effizienteste Leuchtmittel ist die LED. Wie hoch das Einsparpotenzial ist, haben wir bereits im Ratgeber über das Umrüsten auf LED-Lampen thematisiert. Die Vorteile im Überblick:

  • maximale Effizienz

  • deutlich langlebiger als Glühbirnen, Halogen- und Energiesparlampen

  • hohe Strapazierfähigkeit

  • alle gängigen Sockeltypen und Formen erhältlich

Aufgrund der Vorteile ist der Umstieg auf LEDs trotz teilweise höherer Anschaffungskosten empfehlenswert.

Tipps zu Computer, Heimkino und mehr

Dass der Standby-Modus vermieden und beim Kauf neuer Haushaltsgeräte auf die beste Energieeffizienzklasse geachtet werden sollte, ist für Sparfüchse nichts Neues. Dennoch gibt es weitere Möglichkeiten, um den Stromverbrauch zu senken. Ergänzende Tipps im Überblick:

  • Master-Slave-Steckdosenleisten: Versetzt alle angeschlossenen Gerätschaften in den Auszustand (kein Standby!), sobald das Master-Gerät (z.B. Computer oder Fernseher) abgeschaltet wird. Modelle mit Blitzschutz wären ratsam.

  • Bildschirmschoner meiden: Bildschirmschoner sparen gegenüber dem herkömmlichen Gebrauch eines Computerbildschirms zwar Energie, noch günstiger wird es allerdings, wenn das Ausgabegerät vollständig abgeschaltet wird, während es nicht in Verwendung ist.

  • Kühlgeräte: Ein Kühlschrank sollte den Inhalt auf 7°C kühlen. Eine niedrigere Temperatur, verursacht unnötige Energiekosten. Gleiches gilt für Kühlschränke mit integriertem Tiefkühlfach. Wer über einen separaten Gefrierschrank verfügt, sollte einen Kühlschrank ohne Gefrierfach wählen, da die Stromkosten ansonsten um bis zu ein Drittel steigen. Kühlgeräte sind generell abseits von Wärmequellen aufzustellen. Egal ob Sonneneinstrahlung, Heizkörper oder andere Elektrogeräte, die Wärme verursachen.

Heizkosten senken

Die Heizkosten können das Haushaltsbudget enorm belasten. Um auch hier den Verbrauch einzudämmen, ist ein kritischer Blick auf das Heizverhalten angebracht. Zum einen wird häufig der Fehler gemacht, dass sämtliche Heizkörper bei Abwesenheit ausgeschaltet werden. Verbraucher gehen davon, dass dies Energiekosten spart. Das ist allerdings ein Trugschluss, denn der Verbrauch steigt umso stärker, wenn Räume über mehrere Stunden auskühlen und die Heizkörper nach Feierabend aufgedreht werden müssen, um den Wohnraum wieder auf Temperatur zu bringen. Sparsamer wäre es, die Heizung auch während Abwesenheiten eingeschaltet zu lassen, diese aber herunterzudrehen. Bleibt eine Grundwärme erhalten, ist das am Ende preiswerter.

Zum anderen wird vielerorts zu viel geheizt und die Temperatur in Wohnzimmer und Co. ist zu hoch. Während im Schlafzimmer beispielsweise nicht mehr als 19°C herrschen sollten, reichen in Wohnräumen 21°C völlig aus. Damit auch im Winter ausreichend Sauerstoff in den Wohnräumen verbleibt, ist mehrfaches Stoßlüften pro Tag von jeweils fünf bis zehn Minuten ein Muss. Die Heizkörper sind dabei vollständig auszuschalten. Von gekippten Fenstern ist gänzlich abzuraten, weil die Luftzufuhr minimal ausfällt. Zum Abdichten von Fenstern und Türen, präsentiert der Handel Zugluftstopper und selbstklebendes Dichtungsmaterial.



Bild Quelle: Skitterphoto unter pixabay.com

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