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Bedeutet Großfamilie auch gleich große Ausgaben?

Zwar nimmt die Anzahl der in Deutschland lebenden Großfamilien immer mehr ab, dennoch gibt es noch viele Eltern, die sich dieser Herausforderung gewachsen fühlen. Während viele bei einer Großfamilie vor allem die enormen Kosten und den Arbeitsaufwand sehen, betrachten diese Eltern ihre Rasselbande als Bereicherung. Auch für die Geschwister untereinander ist es schön, das Abenteuer Großfamilie zu erleben. Dass eine Großfamilie die Eltern nicht automatisch in den finanziellen Ruin treiben muss, verrät der folgende Artikel. Er zeigt Möglichkeiten auf, wie in den unterschiedlichen Lebensbereichen Einsparungen gemacht werden können, ohne dass auf Annehmlichkeiten verzichtet werden muss.

Bedeutet Großfamilie auch gleich große Ausgaben?
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Die Wohnsituation

Viele Kinder bedeuten, dass viel Platz zur Verfügung stehen muss. Während es bei zwei Kindern oft noch zu gewährleisten ist, dass jedes Kind sein eigenes Zimmer bekommt, sieht das bei drei, vier oder mehr Kindern häufig anders aus. Vor allem für Großfamilien, die in Mietwohnungen leben, ist dies ein Problem. Dabei ist es für die Entwicklung der Kinder durchaus förderlich, wenn sie bis zu einem gewissen Alter ein Zimmer teilen. Dabei ist zu beachten, dass der Altersunterschied der Kinder nicht zu groß sein sollte. Es wird empfohlen Kinder, die höchstens drei Jahre auseinander liegen, in einem Zimmer unterzubringen. So bieten Etagenbetten beispielsweise die Möglichkeit, dass drei oder mehr Kinder platzsparend ein Zimmer bewohnen. Bis zur Pubertät kann dies gut klappen, die Kinder können voneinander lernen und zudem ihre sozialen Kompetenzen besser ausbilden. Mit Eintritt in die Pubertät wünschen sich Jungendliche Privatsphäre und sollten auch einen eigenen Rückzugsort bekommen. Sollte dann kein freies Zimmer vorhanden sein, kann mit Hilfe einer Leichtbauwand ein Raum in zwei Hälften geteilt werden. Alternativ gewährleisten Vorhänge am Etagenbett ein Mindestmaß an Privatsphäre.

Energiekosten sparen

Eine große Familie muss meist mit hohen Nebenkosten für Wasser und Strom sowie für die Heizung rechnen. Doch auch hier lassen sich Einsparungen machen. Folgende Tipps sollten beherzigt werden:

  • Duschen verbraucht weniger Wasser als Baden. Sollten kleinere Kinder dennoch lieber Baden, empfiehlt es sich, sie zusammen oder nacheinander in die Badewanne zu setzen. So kann Wasser gespart werden.
  • Sparduschköpfe an der Dusche und auch am Wasserhahn sparen rund die Hälfte an Wasser ein.
  • Kindern sollte von Anfang an ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und Energie beigebracht werden. So sollten sie beim Zähneputzen immer den Wasserhahn ausdrehen und stets das Licht ausschalten, wenn sie einen Raum verlassen.
  • Nur Wäsche waschen, wenn die Maschine auch voll ist. Gerade bei einer Großfamilie fällt viel Wäsche an und es muss eigentlich jeden Tag gewaschen werden. Wer darauf achtet, eine energiesparende Waschmaschine zu kaufen und nur dann zu waschen, wenn diese auch wirklich voll ist, kann Wasser und Strom einsparen. Zudem lohnt es sich, in eine Waschmaschine mit langer Garantie zu investieren. Im Blog von Quelle berichtet eine Produkttesterin diesbezüglich von ihren Erfahrungen.
  • Dicke Vorhänge oder auch Rollos halten im Winter die Wärme in der Wohnung. Muss gelüftet werden, sollten zeitgleich alle Fenster kurz komplett geöffnet werden. Werden die Fenster nur gekippt, kühlen die Wände schnell aus, die Heizung muss dies kompensieren und es findet kein ausreichender Luftaustausch statt. Zudem sollten nie Möbel vor den Heizkörpern stehen, damit sich die Wärme optimal im Raum verteilen kann.
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Beim Lebensmitteleinkauf sparen

Für eine Großfamilie empfiehlt es sich, einmal in der Woche einen Großeinkauf zu veranstalten. Am besten wird im Vorfeld ein genauer Einkaufszettel geschrieben und die einzelnen Mahlzeiten werden für die Woche geplant. Im Discounter können Lebensmittel besonders günstig erstanden werden. Dabei ist die Qualität häufig die Gleiche, wie es bei Markenprodukten der Fall ist.
Viele Großfamilien tendieren dazu, Großpackungen zu kaufen, da diese vermeintlich günstiger sind. Oft ist dies jedoch gar nicht der Fall. Es lohnt sich also die Preise genau zu vergleichen. Auch Aktionsangebote sollten genutzt werden, genau wie Rabattcodes oder Gutscheine.

Zudem ist es ratsam, bei Obst und Gemüse immer auf saisonale Ware zu setzen. Diese enthält zum einen mehr Vitamine und ist zum anderen deutlich günstiger. Das liegt daran, dass lange Transportwege und aufwändige Lagerung entfallen, wenn die Produkte regional angebaut werden.
Zudem kann es hilfreich sein, beim Bäcker oder beim Fleischer erst kurz vor Ladenschluss einzukaufen. Dann ist die Auswahl meist zwar nicht mehr so groß, die Produkte werden oft aber deutlich günstiger angeboten.

Wer Zeit und Muse hat, kann auch einen kleinen Selbstversorger-Garten anlegen. Kindern wird so der Ursprung ihrer Lebensmittel näher gebracht und das frisch geerntete Obst und Gemüse ist nicht nur besonders lecker, sondern auch unschlagbar günstig. Unter http://www.selbstversorger.de/selbstversorger-garten.html finden sich hilfreiche Ratschläge, wie ein Selbstversorger-Garten angelegt und gepflegt werden kann. Auch ein Brotbackautomat kann sich bei einer Großfamilie lohnen, denn er liefert täglich frisches und vor allem sehr preiswertes Brot.

Sparen bei Kleidung und Einrichtung

Zu guter Letzt fallen auch immer wieder hohe Kosten für Kleidung und Einrichtung an. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass die jüngeren Geschwister die Kleidung tragen, aus denen die älteren herausgewachsen sind. Natürlich nur, wenn diese noch in einem akzeptablen Zustand ist. Auch Flohmärkte, Kirchenbasare und Online-Verkaufsbörsen bieten die Möglichkeit besonders günstige Kleidung und auch Möbel zu erstehen. Eltern sollten dabei immer bedenken, dass gerade kleine Kinder sehr schnell aus den Sachen herauswachsen und sich fragen, ob es sich wirklich lohnt, immer neuwertige Kleider zu kaufen, wenn es günstige und ebenso gute Alternativen gibt.

Bildquellen:
© Kzenon - Fotolia.com Bild 1
© Quelle.de Bild 2

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