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Stecker raus?

Wir geben Ihnen insgesamt 42 Tipps, wie Sie ganz einfach Strom im Haushalt sparen können. In Teil 1 erfahren Sie, was Sie beim Einkauf und der Nutzung von Leuchtmitteln, elektronischen Geräten und beim Kochen und Backen beachten können. Mit jeder eingesparten Kilowattstunde helfen Sie nicht nur der Umwelt, sondern schonen auch Ihren Geldbeutel! Den 2. Teil der Stromspar-Serie lesen Sie schon nächste Woche hier.

Stecker raus?
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Mit einer Kilowattstunde Strom können Sie:

  • eine Ladung 60-Grad-Wäsche waschen
  • einmal Geschirr in der Maschine spülen
  • 17 Stunden beim Licht einer 60-Watt-Glühlampe lesen
  • 91 Stunden beim Licht einer Elf-Watt-Energiesparlampe lesen
  • 15 Hemden bügeln
  • 70 Tassen Kaffee kochen
  • 130 Scheiben Brot toasten
  • 250 Frühstückseier kochen
  • sich 1.800-mal elektrisch rasieren
  • eine halbe Stunde lang staubsaugen (2.000-Watt-Staubsauger)
  • eine Dreiviertelstunde lang Haare föhnen (1.400-Watt-Föhn)

Sparen Sie Strom, und setzen Sie Elektrogeräte effizienter ein. Wir geben Ihnen bereits im ersten Teil 18 Tipps, die Ihre Lebensqualität nicht einschränken.

Lampen, Leuchten, Licht

  • Wenn Sie zehn 60-Watt-Lampen durch Elf-Watt-Sparlampen ersetzen, sparen Sie trotz höherer Anschaffungskosten in zehn Jahren rund 930 Euro. Eine Energiesparlampe verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom als eine Glühbirne und hält etwa zehnmal länger. Sparlampen gibt es in verschiedenen Lichtfarben, Formen und Größen. Hochwertige Sparlampen überstehen problemlos häufiges Ein- und Ausschalten.
  • Leuchtstofflampen, auch Neonröhren genannt, halten 10.000 Betriebsstunden oder mehr und verbrauchen 75 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen. Sie eignen sich besonders gut für Keller-, Hauswirtschafts- oder Hobbyräume. Achtung: Ausgediente Leuchtstoff- und Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber. Deshalb beim Wertstoffhof oder der Schadstoffsammelstelle abgeben.
  • Niedervolt-Halogenlampen verbrauchen weniger Strom als Glühbirnen, sind aber keine eigentlichen Sparlampen. Sie haben oft einen Transformator, der auch nach dem Ausschalten Strom braucht. Das erkennen Sie daran, dass der Trafo nach dem Abschalten warm bleibt, brummt oder ein Anzeigelämpchen leuchtet. Einfachste Lösung: Stecker ziehen oder abschaltbare Steckdosenleiste nutzen.
  • Wenn bei Ihnen eine Renovierung ansteht: Die Gestaltung von Haus oder Wohnung hat Einfluss auf Ihren Stromverbrauch. So wirken hell gestrichene und möblierte Räume ohne schwere, Licht schluckende Vorhänge nicht nur freundlicher, sondern helfen auch beim Strom sparen.

Elektronische Geräte

  • Geräte im Stand-by-Modus können Sie häufig an Kontrolllämpchen, Zeitanzeigen oder Trafos erkennen, die bei Nichtgebrauch warm bleiben oder brummen.
  • Leerlaufverlusten durch Stand-by können Sie auch durch ein Strommessgerät auf die Spur kommen. Einfach das Gerät leihen und die Stromfresser in der Wohnung entlarven.
  • Am besten ist es, schon beim Kauf Geräte zu wählen, die sich vollständig vom Netz trennen lassen. Sonst gilt: Bei Nichtgebrauch Netzstecker ziehen. Auch mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste verhindern Sie, dass Geräte nach der Benutzung weiterhin Strom verbrauchen.
  • So genannte „Power-Safer“ registrieren den Stand-by-Zustand und schalten das Gerät nach einiger Zeit selbsttätig ab. Neuere Fernseher, Recorder, Musikanlagen, Rechner, Kopierer und Faxe zeigen mit dem GEEA-Energiesparzeichen, dass sie mit 0,1 bis 1 Watt für den Stand-by-Betrieb auskommen.
  • Handy- und Akku-Ladegeräte, Radionetzteile, Satellitenreceiver und Halogenlampen sind heimliche Stromfresser. Zwei simple Griffe machen damit Schluss: einfach nach Gebrauch Stecker ziehen oder eine abschaltbare Steckdosenleiste zwischenschalten.
  • Gut zu wissen beim Kauf eines Fernsehgeräts: Röhren- und LCD- Fernseher verbrauchen etwa gleich viel Strom, Plasmageräte fast doppelt so viel wie LCD-Modelle. Je größer Bildschirmdiagonale und Auflösung, desto höher meist auch der Stromverbrauch.
  • Kontrast und Helligkeit sind ab Werk oft zu hoch eingestellt, das kostet unnötig Strom und lässt sich leicht regulieren. So einfach haben Sie noch nie langfristig Strom gespart.
  • Notebooks sind sparsamer als Desktop-PCs. Aber auch da gibt es Unterschiede: Ein energieeffizienter Durchschnitts-PC verbraucht rund 75 Watt, ein sehr leistungsfähiger High-End-PC bis zu 300 Watt. Das schlägt bei täglich vier Stunden Nutzung mit 20 bis 90 Euro Mehrkosten jährlich zu Buche. Es zahlt sich also aus, gründlich zu überlegen, ob man wirklich alle verfügbaren Anwendungen braucht – und sich beim Neukauf über den Stromverbrauch zu informieren.
  • Ein TFT-Monitor frisst so viel Strom wie der eigentliche Rechner, ein Röhren-Gerät gar das Doppelte. Auch Drucker, Scanner oder Lautsprecher verbrauchen viel. Abschalten lohnt schon bei kleinen Arbeitspausen.
  • Moderne PCs haben eine Energiesparfunktion, genannt Power Management, die meist erst aktiviert werden muss. So verbrauchen nur die Hardware-Komponenten Strom, die gerade genutzt werden.
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Stecker raus? - Teil 2
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Kochen und Backen

  • Am besten und energieeffizientesten kocht es sich mit Gas – Profiköche wissen das. Der Elektroherd wandelt nur rund 34 Prozent der im Kraftwerk eingesetzten Energie in Strom um. Ein Ceran-Kochfeld spart gegenüber Gussplatten zehn bis 20 Prozent, ein Induktionsherd rund 30 Prozent Strom. Für Letzteren braucht man allerdings passendes Kochgeschirr.
  • Energie sparen mit dem richtigen Kochgeschirr: Wärmeisolierte Töpfe senken den Stromverbrauch um etwa 15 Prozent. Töpfe und Pfannen sollten in der Größe genau der Kochplatte entsprechen, einen planen Boden haben und vor allem einen Deckel. Wenn der gut sitzt, spart er gegenüber dem Kochen im offenen Topf bis zu 65 Prozent Strom. Durch einen Glasdeckel kann man in den Topf gucken, ohne ihn zu öffnen.
  • Beim Garen sparen: Je weniger Wasser, desto geringer der Energieaufwand. Die Restwärme wird durch das Abschalten von Kochplatte oder Backofen fünf Minuten vor Ende der Garzeit optimal genutzt. Mit einem Dampfkochtopf können Sie bei einer Garzeit von mehr als 40 Minuten bis zu 50 Prozent Energie einsparen. Sehr effizient ist auch ein Thermokochtopf, den man nach der Hälfte der Kochzeit in eine Styropor-Kiste setzt, oder „Omas Kochkiste“, ein wärmegedämmter Behälter, in dem die Speisen nach dem Ankochen ohne Wärmezufuhr weitergaren.
  • Backen ohne Vorheizen spart bis zu 20 Prozent Energie. Die Scheibe der Backofentür sollte immer schön sauber sein, damit sie während des Backvorgangs möglichst selten geöffnet werden muss und so keine Energie verloren geht.

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