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Stecker raus? - Teil 2

Im zweiten Teil der Serie „Strom sparen“ erhalten Sie wichtige Informationen zu Ihren Kühl- und Haushaltsgeräten. Die unverzichtbaren Helfer im Alltag können wahre Kostenfallen sein. Oft lohnt sich eine Neuanschaffung bei richtiger Kalkulation, da neue Geräte viel weniger Energie benötigen, die Sie selbst bei sparsamen Betrieb nicht einsparen können.

Stecker raus? - Teil 2
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Mit einer Kilowattstunde Strom können Sie:

  • drei Stunden mit einem Plasma-TV fernsehen
  • fünf Stunden mit einem LCD-Gerät (Bildschirmdiagonale 107 Zentimeter) fernsehen
  • zehn Stunden mit einem modernen 76-Zentimeter-Röhrengerät fernsehen
  • 20 Stunden mit einem alten 51-Zentimeter-Röhrengerät fernsehen
  • fünf bis zehn Stunden am Desktop-Computer arbeiten
  • 20 bis 30 Stunden am Notebook (15-Zoll-Bildschirm und direkter Stromanschluss) arbeiten
  • 40 Stunden mit dem CD-Spieler Musik hören (25 Watt)
  • 100 Stunden Radio hören (zehn Watt)
  • alle Elektrogeräte eines typischen Vier-Personen-Haushalts 14 Stunden lang im Stand-by-Betrieb halten.

Sparen Sie Strom, und setzen Sie Elektrogeräte effizienter ein. Wir sagen Ihnen auch im zweiten Teil des Artikels wie das geht, ohne Ihre Lebensqualität einschränken zu müssen!

Kühl- Gefriergeräte, Haushaltsgeräte und Körperpflege

  • Eine voll beladene große Geschirrspülmaschine braucht pro Gedeck weniger Energie als eine kleine für nur acht bis neun Gedecke. Das Aufheizen kostet den meisten Strom. Ein Kurz- oder Sparprogramm mit 50 Grad Celsius Wassertemperatur spart gegenüber einem Normalprogramm mit 65 Grad etwa 20 Prozent Energie und Wasser und reicht meist völlig aus. Das Geschirr sollte gut von Essensresten gereinigt, aber nicht vorgespült werden.
  • Einen Liter Wasser erhitzen kostet im Wasserkocher rund zwei Cent, auf dem Elektroherd etwa 3,5 und in der Mikrowelle fünf Cent. Am günstigsten ist der Gasherd mit nur etwa 1,7 Cent.
  • Die Mikrowelle ist unschlagbar kostengünstig für das Aufwärmen kleinerer Mengen (bis zu zwei Portionen). Aber aufgepasst: Im Dauerbetrieb (z.B. Wasser erhitzen) lässt sich mit Mikrowellen weniger Strom sparen.
  • Zum Aufbacken von Brötchen eignet sich Toaster oder Kleingrill besser als der Backofen, der verbraucht nämlich drei- bis viermal so viel Energie.
  • Eine Thermoskanne hält günstiger warm als die Heizplatte der Kaffeemaschine und schont überdies das Aroma.
  • Kühl- und Gefriergeräte fühlen sich in kühler Umgebung am wohlsten, Gefriergeräte können auch gut im Keller stehen. Auf keinen Fall sollten sie neben Heizung, Herd, Geschirrspüler oder Waschmaschine aufgestellt werden und auch nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Eine um ein Grad Celsius niedrigere Raumtemperatur spart ungefähr drei Prozent Strom bei Gefrier- und sogar sechs Prozent bei Kühlgeräten.
  • Kühlgeräte der Effizienzklasse A++ verbrauchen nur halb so viel Strom wie A-Geräte. Bei Klasse A+ ist es immerhin rund ein Viertel weniger.
  • Wenn nur noch Platz neben dem Herd ist, hilft ein zwischen den Geräten angebrachter feuerfester Dämmstoff gegen die Hitzeeinwirkung.
  • Kalt ja, Eiszeit nein: Eine Kühlschranktemperatur von sieben Grad reicht völlig aus (minus 18 Grad beim Gefriergerät). Das spart im Vergleich zu einer Temperatur von fünf Grad etwa 15 Prozent Strom.
  • Wer schon ein Gefriergerät besitzt, kann beim Kühlschrank auf ein Dreisternefach verzichten und spart den Strom für das Kühlen des ungenutzten Gefrierfaches.
  • Ein großer Kühlschrank im Singlehaushalt hat auch einen entsprechend enormen Strombedarf. Als Richtschnur für die Größe gilt ein Volumen von 60 Liter Nutzinhalt pro Person. Ein zu 70 Prozent gefüllter Kühlschrank arbeitet am effizientesten.
  • Ein paar coole Kniffe helfen Strom sparen: Gefrorene Lebensmittel dürfen im Kühlschrank auftauen, erhitzte Speisen dagegen haben erst Zutritt, wenn sie abgekühlt sind. Das regelmäßige Abtauen (spätestens wenn die Eisschicht etwa einen Zentimeter dick ist) ist ebenso wichtig wie ein freies und sauberes Lüftungsgitter.
  • Durch häufiges Öffnen der Kühlschranktür entweicht Kälte, was durch höheren Energieaufwand ausgeglichen werden muss. Diesen Kälteverlust können Sie reduzieren, indem Sie vorher überlegen, was sie brauchen. Enorm hilfreich ist dabei eine gewisse Ordnung!
  • Bis zu vier Leute können mit einer elektrischen Zahnbürste (und Wechsel-Bürstenköpfen) zweimal täglich Zähne putzen, ohne dass der Akku schlapp macht. Je seltener die Bürste läuft, desto häufiger sollte man den Stecker der Ladestation ziehen. Das spart Energie und verlängert auch die Lebensdauer des Geräts. Einzelnutzer brauchen nur einmal pro Woche 14 Stunden laden und können ansonsten mit Akku-Leistung putzen. Das reduziert den Stromverbrauch auf ein Siebtel.
  • Wenn Sie sich elektrisch rasieren, spart ein Gerät mit direktem Netzanschluss im Vergleich zu Akku-Rasierern Strom.
  • Duschen spart gegenüber Baden nicht nur 70 Liter Wasser, sondern auch Strom, wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird.
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Stecker raus? - Teil 1
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Wäsche waschen und trocknen

  • Egal ob Ihre Waschmaschine voll oder halb leer läuft: Der Strom- und Wasserverbrauch ändert sich kaum. Unterm Strich sparen Sie also richtig viel Energie, wenn Sie die Maschine immer voll beladen.
  • Manche Maschinen haben die Einstellung „1⁄2“ Die verbraucht aber nicht, wie man oftmals glaubt, die Hälfte des Stroms, sondern verringert den Energiebedarf lediglich um rund ein Drittel.
  • Ein Kochwaschgang frisst siebenmal mehr Strom als 30-Grad-Wäsche und das Doppelte eines 60-Grad-Waschgangs. Normal verschmutzte Wäsche wird auch bei 30 Grad sauber. Vorwaschen lohnt nur bei extremer Verschmutzung.
  • Das passende Programm ist leichter auszuwählen, wenn die Wäsche nach Farbe und Art vorsortiert ist und Flecken vorbehandelt worden sind.
  • Der beste und billigste Wäschetrockner ist die Sonne. Ein Garten ist dafür der schönste Platz, aber auch ein Trockenraum im Haus erfüllt seinen Zweck. Ein 25-Watt-Ventilator hilft, die Wäsche schneller zu trocknen.
  • Geht es nicht ohne Trockner, dann lautet Devise Nummer 1: Gut geschleudert ist halb getrocknet – das heißt, mit etwa 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute. Devise Nummer 2: Bloß nicht zu viel des Guten tun und „übertrocknen“. Wenn sowieso noch gebügelt werden muss, reicht „bügeltrocken“.
  • Die Leistung der Heizungspumpe ist häufig zu großzügig eingestellt – wer sie auf eine niedrigere Stufe ein- und je nach Heizbedarf nachts ganz ausschaltet, kann den Stromverbrauch um mehr als ein Drittel senken. Für Einfamilienhäuser gibt es bereits effiziente Umwälzpumpen, die mit sechs bis 25 Watt Leistungsaufnahme (gegenüber 60 bis 100 Watt bei den alten Modellen) auskommen.
  • Wer kann, sollte auf die elektrische Warmwasserbereitung verzichten und auf Gas, Fernwärme oder Solarkollektoren umrüsten. Warmwasserboiler verbrauchen im Dauerbetrieb Strom; ein Thermo-Stopp schaltet elektrische Warmwasserspeicher automatisch bei Erreichen der eingestellten Temperatur ab. Kleine Elektroboiler lassen sich über Nacht problemlos mit einer Zeitschaltuhr abschalten.

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