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Stürmischer Herbst: So basteln Sie Ihren eigenen Drachen!

Die Felder sind abgeerntet, der Wind frischt auf – jetzt ist genügend Platz und das richtige Wetter, um Drachensteigen zu lassen! Das macht übrigens nicht nur Kindern Spaß, sondern hat sich durch anspruchsvolle Bastelanleitungen und Flugmanöver zu einem ernsthaften Hobby entwickelt. Wir geben Tipps zum Bau von einfachen Drachen, für die Sie nicht viel Material benötigen und womit Sie sich Geld sparen können.

Stürmischer Herbst: So basteln Sie Ihren eigenen Drachen!
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Papierdrachen selber bauen

Unser einfacher Papierdrachen kostet nicht viel Geld und das gemeinsame Basteln und Verzieren ist ein schöner Zeitvertreib bei schlechtem Wetter. Bei einigen Arbeitsschritten können auch schon Kinder mithelfen und haben so zusätzlich zum Spaß beim Drachen steigen lassen ihr eigenes Erfolgserlebnis.

Sie benötigen folgendes Material:

  • 1 Rundstab aus Holz, 80cm
  • 1 Rundstab aus Holz, 100cm
  • Packpapier
  • Bunte Papierreste
  • Drachenschnur
  • Paketband
  • 1 Schlüsselring
  • Laubsäge, Schere, Klebeband

So wird daraus Ihr eigener Drachen:

  1. Sägen Sie vorsichtig kleine Schlitze in die Enden der beiden Rundstäbe, damit das umlaufende Paketband Halt hat.
  2. Legen Sie den kürzeren Stab 20cm unterhalb der Spitze des längeren Stabes an und befestigen Sie das Kreuz fest mit einem Stück Schnur.
  3. Nun führen Sie das Paketband um alle vier Ecken und befestigen es mit einem Stück Klebeband.
  4. Für die Stabilität des selbstgebauten Papierdrachens sorgt die sogenannte Waagschnur – diese ist etwa 1,5 mal so lang wie die Höhe des Drachens – hier also 150cm plus etwas Zugabe für die Knoten.
  5. Um den Schlüsselring legen Sie einen Wurf: Dazu legen Sie die Waagschnur doppelt, führen die Schlaufe durch den Ring und fädeln die beiden Enden über den Ring durch die Schlaufe. Jetzt wird die Waagschnur mit dem Ring oben und unten am Längsstab befestigt.
  6. Das Gerüst legen Sie auf das Packpapier und schneiden die Form des Drachens mit etwa 1cm Zugabe aus. Der Überstand wird um das Paketband gelegt und festgeklebt. Die Ecken werden dafür eingeschnitten und können mit Paketband verstärkt werden.
  7. Der Drachenschwanz entsteht durch bunte Papierstücke, die in der Mitte wie Schleifen zusammengefasst werden und an einem Stück Schnur am Ende des Längsstabes befestigt werden.
  8. Ausbalanciert wird der Drache durch den Schlüsselring an der Waagschnur – dieser kann so verschoben werden, dass der Drache im Gleichgewicht hängt.
  9. Die Drachenschnur, die maximal 100m lang sein darf, wird mit einem Knoten (oder kleinen Karabiner) am Schlüsselring befestigt und auf ein Stück Holz aufgewickelt.
  10. Schmücken oder bemalen Sie Ihren Drachen nach Belieben – aber achten Sie darauf, das Papier nicht zu zerstören oder den Drachen zu sehr zu beschweren.

Andere Drachentypen:

Probieren Sie doch auch alternative Bespannungen Ihres Drachen aus: Etwa mit einem Stoffrest, bei dem statt der Umspannung mit Schnur kleine Taschen in die vier Ecken genäht werden, um die Stäbe einzuführen. Diese Stoffdrachen sind etwas schwerer und benötigen daher kräftigeren Wind.

Für schwachen Wind eignet sich auch die Bespannung mit durchsichtiger Kunststofffolie aus dem Bastelbedarf, die wie Packpapier verarbeitet wird und mit wasserfesten Stiften bemalt werden kann. Unser Spartipp für Foliendrachen: Sie sind günstig, immer vorhanden und meist schon bunt bedruckt: Plastiktüten. Je nach Größe kann auch eine intakte Plastiktüte als Folienbespannung für Ihren eigenen Drachen dienen!

Die aufwändigen Lenkdrachen oder Deltadrachen eigenen sich eher für fortgeschrittene Drachenfans und sind teurer in der Anschaffung. Damit Sie nicht unnötig Geld ausgeben, testen Sie zunächst lieber mit Ihrem selbstgemachten Drachen, ob Sie Lust, den richtigen Ort und genügend Zeit für diese schöne Freizeitbeschäftigung haben.

Tipps zum Drachen steigen lassen:

Drachen fliegen auch bei scheinbarer Windstille am Boden, weil sich der für den Flug nötige Wind für uns weniger spürbar in größerer Höhe befindet. Meist reicht ein Windstoß zum Boden aus, um den Drachen nach oben steigen zu lassen.

Es ist übrigens ein weit verbreiteter Mythos, dass man mit dem Drachen rennen muss! Sparen Sie sich die Kraft und warten Sie lieber geduldig auf den richtigen Moment. Der Drache braucht nur einen kleinen Windstoß, um die ersten Meter zu überwinden und in eine Höhe zu gelangen, in der er fliegen kann.

Bleiben Sie unbedingt von Strommasten, Gebäuden und großen Bäumen weg. Drachen steigen lassen dürfen Sie auch nicht in der Nähe von Flugplätzen, in Vogel- und Naturschutzgebieten.

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Basteltipp bei Windstille:

Sie haben Ihre Drachen einsatzbereit, aber es weht kein Lüftchen? Wir haben noch einen Basteltipp für Sie, wie Sie mit wenig Geld aus vorhandenem Material Windräder bauen können – Upcycling liegt schließlich im Trend. Mit Ihrem selbst gemachten Windrad aus einer PET-Flasche sehen Sie sofort, wenn draußen der Wind auffrischt!

Das benötigen Sie:

  • 1 beliebig große Kunststoffflasche mit Schraubverschluss (leer und sauber)
  • 1 Rundstab aus Holz, ca. 100cm lang
  • 1 Spanplattenschraube 3,5x15mm
  • 3 Unterlegscheiben für M4
  • Bunte Klebestreifen

In wenigen Schritten zum eigenen Windrad:

  1. Schneiden Sie mit einer Schere den Boden der Plastikflasche ab und umwickeln Sie die Flasche waagrecht oder diagonal mit bunten Klebestreifen.
  2. Mit einem Streifen Papier messen Sie den Umfang der Flasche und teilen diese in sechs gleich große Rotorblätter, die Sie bis zum Flaschenhals einschneiden.
  3. Die Rotorblätter vorsichtig und einzeln nach unten umbiegen, bis das Windrad plan auf dem Tisch liegen kann.
  4. Die Spitze eines Schraubenziehers vorsichtig in einer Kerzenflamme erhitzen und damit ein Loch in den Flaschendeckel brennen. Dann zwei Unterlegscheiben an den Rundstab, den Deckel mit der Öffnung nach außen, eine weitere Unterlegscheibe in den Deckel legen und alles mit der Schraube festziehen.
  5. Stecken Sie den Rundstab in die Erde oder einen Blumenkübel, das Windrad wird mit der Flaschenöffnung einfach in das Gewinde des Deckels eingeschraubt.

Daher weht der Wind!

Wind ist bewegte Luft. Über dem Land erwärmt sich Luft schneller als über dem Wasser. Warme Luft steigt nach oben und kühle Luft strömt unten nach - diese Bewegung nennt man Wind. Ein leichter Luftzug oder ein ausgewachsener Sturm - dazwischen gibt es große Unterschiede. Und weil die Menschen gerne wissen wollten, wie stark der Wind ist, haben sie Wege gefunden, ihn zu messen.

Schon vor 2000 Jahren haben die Griechen mithilfe von Fahnen beobachtet, aus welcher Richtung der Wind weht. Heute benutzt man Wetterhähne auf Turmspitzen, Fahnen, Windsäcke oder das selbstgemachte Windrad aus einer PET-Flasche.

Die Windstärke bezeichnet die Windgeschwindigkeit, also die Zeit, die der Wind braucht, um eine bestimmte Strecke zurückzulegen. Als Fußgänger schafft man bei normalem Tempo ungefähr 5 Kilometer in der Stunde, das heißt, dass man in einer Minute 83 Meter gelaufen ist. Der Wind dagegen ist viel schneller als ein Spaziergänger! Dieses Tempo wäre nur Windstärke 1 auf der Beaufort-Skala, die von 1-12 reicht. Diese Einteilung hat Francis Beaufort 1806 entwickelt, um zu messen, wie schnell sein Schiff segelt.

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